
Nein, es ist keine Meldung von Ufos oder einem Märchen, obgleich der Eisvogel, Vogel des Jahres 2009, tatsächlich ein märchenhaftes Tier ist. Seinen Spitznamen verdankt er dem schillernden Federkleid, welches dem Funkeln eines Edelsteines gleicht. Möglicherweise kommt von seinem Aussehen auch die Bezeichnung „Eisvogel“. Ob dieser Name jedoch von „Eis“ oder vom hochdeutschen „eisan“, was Eisen bedeutet, abstammt, ist umstritten.
Der spatzengroße Vogel ist scheu und flink. Trotz seines auffälligen Gefieders selten zu sehen, ist er oft nur als türkisfarbiger Pfeil wahrzunehmen. Für sein Leben an klaren Bächen hat er es meisterhaft gelernt kleine Fische aus dem Wasser zu holen. Blitzschnell taucht er von seiner Sitzwarte hinab ins Wasser, fliegt auf den Ast zurück und tötet den Fisch mit kräftigen Schlägen. Mit dem Kopf voran verschluckt er den Fisch. Die unverdaulichen Schuppen und Gräten würgt er mit einem Speiballen wieder aus. Dieses Auswürgen kennen wir ja auch vom Uhu.
Für seine Nachkommen gräbt das Eisvogelpaar Gänge mit Bruthöhlen in Abbruchkanten von Bächen. Daher ist er auf mäandernde (d. h. sich schlängelnde) , ruhig dahin fließende, klare Gewässer angewiesen. Somit ist er ein Botschafter für die Renaturierung unserer Bäche und für den Gewässerschutz geworden. Schon seit 2000 ist die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) der Europäischen Union in Kraft und inzwischen in nationales Recht umgesetzt worden. Bestandsaufnahmen, Maßnahmenprogramme, Bewirtschaftungspläne, also ein umfassendes Regelwerk, wird zur Zeit erstellt. Bis Ende 2015, ggf. 2027, sollen die Gewässer europaweit einen guten Zustand haben.
In Herten können Eisvögel,
Im Schlossgewölbe Herten wird Sonntags von 13.00 – 18.00 Uhr der Film :
Damit die jüngeren Ausstellungsbesucher nicht zu kurz kommen, gibt es diesmal wieder eine Geschichte von Carola De Marco, die Sie auch im Internet unter www.nabu-halternamsee.de lesen können. Sie finden in der Ausstellung auch Malvorlagen, Quizz-Fragen und Bestimmungskarten für Gewässergüte zum Mitnehmen.
Der NABU-Herten trifft sich regelmäßig am zweiten Dienstag im Monat.
Herbert Beste
0 23 66-93 47 60
14. September 2010, 19:30 Uhr, Restaurant Katzenbuch, Pferdestall
Fledermausnacht, 28. August. Infos unter Tel.: 02366/934760
Die NAJU-Herten trifft sich regelmäßig am dritten Donnerstag im Monat.
Beate Hölzemann
02366/936774
16. September 2010, 15:30-17:30 Uhr, Treffpunkt Obstwiese Wiesenbachaue, Herten Scherlebeck