
Sie sind wissbegierig? Möchten alles über Ihren ärgsten Feind (nun ja, für manche Menschen auch einer ihrer besten Freunde) erfahren? Ekel- und Gruselgeschöpf? Gattenmörderin und liebevolle Mutter? - Sehr gut, dann sind Sie auf dem richtigen Weg.
Der Spätsommer und Herbst ist „Spinnenzeit“. Kein Haus, keine Wohnung, in der die nützlichen Insektenjäger zurzeit nicht Gastrecht beanspruchen. (Jeder kennt dieses „unerträgliche Gefühl“, das Zimmer mit einer dicken Hausspinne teilen zu müssen, oder?)
Bei Spaziergängen durch taufeuchte Naturwiesen sehen wir momentan die filigran gewebten Netze im Sonnenschein glitzern.
Die Wunderwelt der Spinnen führt ihr Dasein meist versteckt oder in der Nacht. Häufig fallen die Tiere nur auf, wenn sie uns beim Lauf über Wände oder Boden erschrecken und dafür mit ihrem Leben bezahlen müssen. Aber wen befördern wir da eigentlich in den Beutel unseres Staubsaugers?
Spinnen gehören zu den am wenigsten erforschten Geschöpfen des Tierreichs. Der NABU Herten wird Ihnen jahreszeitgerecht und aktuell Neuigkeiten und Geheimnisse über das Leben der Spinnen präsentieren.
Begeben Sie sich mit dem Biologe Dr. Loksa und NABU-Herten auf eine Reise in die Welt der Spinnen, die Sie zu völlig neuen Erkenntnissen führen wird.
Am Dienstag, dem 14. Oktober wird Dr. Loksa ab 19:30 im Pferdestall, Katzenbusch, Herten-Süd, als Gast des NABU Großartiges über die Krabbeltiere erzählen.
Der praktische Teil des Vortrags kommt auch nicht zu kurz. Dr. Loksa wird den interessierten Teilnehmern die Möglichkeit geben, lebende Spinnen zu beobachten oder diese, wenn gewünscht, auch anzufassen.
Bild:Herbert BesteWeltweit sind fast 30.000 Arten beschrieben. Geschätzte weitere 35.000 Arten sind noch nicht dokumentiert. Keine der ca. 1000 Spinnenarten Mitteleuropas können uns Menschen gefährlich werden. Auf einer fußballfeldgroßen Wiese leben ungefähr 9 Millionen Spinnen, die ca. 36 Zentner Insekten in einem Zeitraum von 7 Monaten erbeuten.
Dies ist ein gehöriger Beitrag zu einem ausgewogenen Gleichgewicht, vermittelt einen Eindruck vom Nutzen dieser Tiere und kommt zu guter Letzt dem Menschen zugute.
Der NABU wendet sich mit diesem kostenlosen Vortrag an Sie, um Sie davon zu überzeugen, beim nächsten „Schreckerlebnis“ die Spinne aus dem Fenster zu setzen, statt sie zu erschlagen oder im Staubsaugerbeutel zu „entsorgen“.
Und noch etwas Wichtiges zum Ende. Spinnen in der Wohnung oder im Haus, das hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Sie sollten sich vielmehr um Ihre Wohnqualität Gedanken machen, wenn Sie nie eines der nützlichen Krabbeltiere in Ihren Räumen entdecken können.















Der NABU-Herten trifft sich regelmäßig am zweiten Dienstag im Monat.
Herbert Beste
0 23 66-93 47 60
14. September 2010, 19:30 Uhr, Restaurant Katzenbuch, Pferdestall
Fledermausnacht, 28. August. Infos unter Tel.: 02366/934760
Die NAJU-Herten trifft sich regelmäßig am dritten Donnerstag im Monat.
Beate Hölzemann
02366/936774
16. September 2010, 15:30-17:30 Uhr, Treffpunkt Obstwiese Wiesenbachaue, Herten Scherlebeck