

Diese Wildrose aus China / Korea - Rosa rugosa - ist ein Neubürger und wurde schon ende des 17. Jahunderts nach Europa eingeführt. Schnell wurde dieses Gehölz in Gärten und Parks angepflanzt.
Gründe waren und sind vielschichtig.
Der Strauch wird nur cirka 150 cm hoch und treibt fleißig Absenker, weswegen er auch zur Dünen und Sandbefestigung gepflanzt wurde. Dort überdeckt er aber durch sein dichtes Laub unsere heimischen Pflanzen, was wiederum nicht fein ist.
Besonders große Bestände gibt es an der Sandaufschüttung am Stausee in Hullern.
Auch auf unseren Bergehalden Hoheward und Hoppenbruch wurden diese anspruchslosen Rosen in den Schotter gesetzt.
Ähnlich dem Kartoffelkraut erheben sich ab Mai über dunklem Kraut große einfache Blüten, die auch doldig angeordnet sein können. Die bis 8 cm großen Blüten fallen im Dunklen / grünen Laub wegen der kräftig rosaroten Farbe schon von Weitem auf.

Inzwischen gibt es Hybriden in verschiedenen Blütenformen und Farben - auch in Weiß. Zur Beliebtheit von Rogusa trägt auch der angenehme Duft bei. Die Blütenfolge erstreckt sich bis in den Herbst hinein. Die ungefüllten Blüten produzieren reichlich Pollen, so dass eine Heerschar von Insekten die Bestäubung durchführt. Zu den Naschinsekten gehören: Schwebfliegen, Honigbienen. Wildbienen und Pinselkäfer.
Die großen flachkugelig geformten Hagebutten reifen schon im August heran Diese werden gern von Finkenvögeln auseinandergehackt, um an die zahlreichen haarigen Samen (bei Kindern als Juckpulver bekannt) zu gelangen. Außerdem ernähren sich von den Früchten der Apfelrose - so ein weiterer deutscher Name der Pflanze - über 20 Säugetiere z.B. Marder, Fuchs, Siebenschläfer und Rötelmaus.
Deren Konkurrenten bei der Nutzung der besonders fleischigen und vitaminreichen Hagebutte ist der Mensch.
Wie wir an der Aufzählung der Inhaltsstoffe der Hagebutte sehen, waren schon unsere Vorfahren gut beraten die Hagebutte als Nahrung zu verarbeiten.

Stiele und Blütenreste entfernen, Früchte klein schneiden und mit kochendem Wasser überbrühen.
Für den Vorrat die klein geschnittenen Hagebutten nebst Kernen trocknen.
Eine Kornflasche mit den klein geschnittenen Butten zu 50% füllen.
Oder die kleineren Hagebutten der Heckenrose verwenden, weil sie in Gänze gut durch den Flaschenhals passen, vorher aber, wie gehabt, die Stiele und Blütenreste entfernen.
Weitere Zutaten: 100 Gramm Zucker
Auffüllen mit Korn oder Wodka mit 38%.
Nach einem halben Jahr Wartezeit heißt es dann Prost!
Der NABU-Herten trifft sich regelmäßig am zweiten Dienstag im Monat.
Herbert Beste
0 23 66-93 47 60
14. September 2010, 19:30 Uhr, Restaurant Katzenbuch, Pferdestall
Fledermausnacht, 28. August. Infos unter Tel.: 02366/934760
Die NAJU-Herten trifft sich regelmäßig am dritten Donnerstag im Monat.
Beate Hölzemann
02366/936774
16. September 2010, 15:30-17:30 Uhr, Treffpunkt Obstwiese Wiesenbachaue, Herten Scherlebeck