
Die Mispel ist ein Großstrauch von 8m Höhe, der im Mittelalter von ziemlicher Bedeutung war, heute aber in Vergessenheit geraten ist.
Die Mispel stammt aus Vorderasien, Süd und Südosteuropa. Schon sehr früh wurde sie von den Griechen und Römern in Kultur genommen.
Mispeln lieben einen sonnigen Standort, im Schatten lässt die Blühkraft nach.
Im Mai ist der erwachsene Strauch über und über mit bis zu 5 cm weißen Blüten bedeckt. Einen schönen Kontrast bilden dann die roten Staubbeutel in den Blüten.
Die Früchte wachsen im Sommer zu seltsamen apfelrunden Gebilden zusammen, die sich im September braun färben und dann sehr hart sind. Sie enthalten reichlich Stärke, Pektin, Zucker und Vitamin C.
Nach den ersten Frösten wird die Frucht weich (Kühlschrank). Sie schmeckt dann angenehm säuerlich. In früheren Zeiten wurde sie roh gegessen, zu Marmelade verarbeitet und auch zur Verbesserung der Haltbarkeit dem Wein oder Most zugegeben.
Da die Früchte Gerbstoffe enthalten, sind sie ein altbewährtes Mittel bei Verdauungs-störungen, dazu besitzen sie harntreibende Wirkung.
Heute gelten Mispeln als stark gefährdet; trotzdem bieten gute Baumschulen dieses interessante Gehölz an. Wer einen besonderen Strauch in seinem Garten haben möchte, sollte auf Mispeln zurückgreifen.
Im Schlosspark Herten gibt es ein Exemplar am Herkulesplatz. Dieser Ort wird leider sehr stark beschattet, so dass die Mispel in diesem Jahr keine Früchte trägt.
Weitere Mispeln gibt es auf den Streuobstwiesen des Naturschutzbundes Herten am Landwehr und am Wiesenbach.
Der NABU-Herten trifft sich regelmäßig am zweiten Dienstag im Monat.
Herbert Beste
0 23 66-93 47 60
14. September 2010, 19:30 Uhr, Restaurant Katzenbuch, Pferdestall
Fledermausnacht, 28. August. Infos unter Tel.: 02366/934760
Die NAJU-Herten trifft sich regelmäßig am dritten Donnerstag im Monat.
Beate Hölzemann
02366/936774
16. September 2010, 15:30-17:30 Uhr, Treffpunkt Obstwiese Wiesenbachaue, Herten Scherlebeck