Fledermäuse und Spinnen - Geheimnisvoll und sagenhaft. Die Ausstellung im Gewölbe Schloß Herten, sonntags 13.00-18.00 Uhr

Kaum ein Tier fasziniert und stößt gleichermaßen ab wie die Spinne

Und kaum ein anderes Tier lebt so verborgen und wirkt so geheimnisvoll wie die Fledermaus.
Der Nabu-Herten hat eine Ausstellung zusammengestellt, in der Sie sich über beide Tiere ausführlich informieren können. Sie finden bei uns folgende lebenden Tiere:


  • Schwarze Witwe
  • Tarantel
  • Vogelspinne
  • Wüstenskorpion
  • Die Spinne: Ekel- und Gruselgeschöpf, Gattenmörder oder liebevolle Mutter? Sie hat keine Flügel und fliegt dennoch einige tausend Meter weit und hoch. Sie fühlt, schmeckt und riecht mit den Beinen. Sie hat sechs bzw. acht Augen und dazu acht Beine. Das hört sich ja nach einem Gruselgeschöpf für Romane und Filme an. Aber die Realität sieht ganz anders aus.
    Weltweit sind inzwischen fast 30.000 Arten beschrieben. Spinnen gibt es überall und zwar reichlich - auf einer Fußballfeldgroßen Wiese leben etwa neun Millionen Induvidien.
    500 000 Spinnen fressen in sieben Monaten Insekten im Gewicht von zwei Zentnern. Diese Beutetiere werden mit den Giftklauen der Spinnen getötet. Der Zaunkönig, Mauersegler, Mäuse und Wespen haben Spinnen zum Fressen gern. Soweit zur Stellung im Naturhaushalt.
    Übrigens: Keine der über tausend Spinnenarten Mitteleuropas könne uns Menschen gefährlich werden.


    Die geheimnisvolle Fledermaus

    Glücksbringer oder Inbegriff des Bösen! Zwischen diesen beiden Polen schwankt die menschliche Einschätzung über die Handflatterer. Die versteckte Lebensweise - am Tage schlafen und nachts jagen - mit ihrem geheimnisvollen Orientierungssinn, war vielen Menschen in der Vergangenheit unheimlich. Keine Tierart wurde so stark verfolgt und mit Gerüchten und Aberglauben belegt wie die Fledermaus. Im jüdischen Glauben steht sie für Verdorbenheit, im christlichen war sie der Vogel des Satans. Im chinesischen Glauben gilt sie als Glücksbringer. Und nicht zu vergessen: die Rolle als Blutsauger in "Graf Dracula" aus dem Roman von Bram Stocker.
    Für einsichtige Menschen kündigen die Fledertiere kein Unheil an. Sie sind die einzigen Säugetiere die wirklich fliegen können. An fast allen größeren Stillgewässern in Herten kann der interessierte Naturbeobachter die Kobolde der Nacht beobachten, wie zum Beispiel am Schloss Herten, am Ewaldsee sowie an den Fischteichen in der Ried. Mit großem Erfolg führt die Arbeitsgruppe Fledermausschutz im Kreis Recklinghausen und der Naturschutzbund Deutschland Fledermausbeobachtungen für Schüler und Naturliebhaber an verschiedenen Standorten unserer Heimatstadt durch. Dabei zeigt sich, dass besonders Kinder den Fledermäusen sehr unvoreingenommen gegenübertreten und begeistert bei der Beobachtung in der freien Natur mitfiebern.
    Alle heimischen Fledermäuse ernähren sich von Insekten. Sie erkennen ihre Beute durch Echoortung ( mit Ultraschall). Das heißt, sie sehen ihre Beute nicht, sie hören sie (Hörbilder). Zum Beispiel erbeutet eine Wasserfledermaus hunderte von Mücken und Läusen. Für das menschliche Ohr sind diese Ortungsrufe nicht hörbar. Die oberste Hörgrenze des Menschen ist bei 18 kHz, 1 kHz sind gleich 1000 Schwingungen pro Sekunde. Die Ultraschalllaute der Fledermäuse können mit Hilfe eines Detektors in für den Menschen hörbare Laute umgewandelt werden. Die arttypische Schallbreite kann zur Bestimmung der Tiere beitragen. Seit etwa 1936 steht diese Tiergruppe in Deutschland unter Naturschutz. Leider hat dieser Schutz auf dem Papier den Rückgang der Fledertiere nicht verhindern können. Alle 20 heimischen Fledermausarten sind in Nordrhein - Westfalen ausnahmslos gefährdet. In Herten konnten fünf Arten festgestellt werden:


    • Wasserfledermaus
    • Großer Abendsegler
    • Breitflügelfledermaus
    • Zwergfledermaus
    • Rauhautfledermaus

    Fledermäuse schützen, heißt, eine Landschaft mit der lebensnotwendigen Vielfalt und Naturnähe wiederherzustellen und zu erhalten. Auch die Arbeitsgruppe Fledermausschutz im Kreis Recklinghausen und der Naturschutzbund Deutschland haben es sich zu Aufgabe gemacht, die Situation der Fledermäuse im Kreisgebiet und somit auch in Herten zu verbessern. Dazu gehört in erster Linie die wichtige Säule der Öffentlichkeitsarbeit (Exkursionen, Vorträge, Pressearbeit) durch fachlich kompetente Personen, denn man kann nur das schützen, was man kennt! Des Weiteren kümmert sich die Arbeitsgruppe Fledermausschutz im Kreis Recklinghausen um den Erhalt und die Neuschaffung von Sommer- und Winterquartieren für unsere Kobolde der Nacht. Bereits seit Jahren wurden seitens der AG - Fledermausschutz, Fledermausquartiere in Form von Fledermauskästen angebracht. Die Pflege von gefundenen Fledertieren rundet die Aktivitäten im Kreisgebiet ab. Die Fledermäuse sind ein wichtiger Bestandteil einer auch für den Menschen lebenswerten Landschaft. Denn der Mensch braucht die Natur, aber die Natur braucht den Menschen nicht! Michael Korn


    Wann:

    Sonntag, 10:00-18:00 Uhr
    Informationen: Herbert Beste, 02366/934760


    Gruppentreffen

    Der NABU-Herten trifft sich regelmäßig am zweiten Dienstag im Monat.

    Gasthaus Zum Katzenbusch

    Vorstand

    Herbert Beste
    0 23 66-93 47 60


    Nächstes Treffen

    14. September 2010, 19:30 Uhr, Restaurant Katzenbuch, Pferdestall

    weitere Termine

    Jahresprogramm 2010

    nabu_jahresprogramm_2010.pdf

    Als PDF

    zum download


    Nächster Termin

    Fledermausnacht, 28. August. Infos unter Tel.: 02366/934760

    NAJU Herten

    Die NAJU-Herten trifft sich regelmäßig am dritten Donnerstag im Monat.

    Kindergruppe

    Betreuer

    Beate Hölzemann
    02366/936774


    Nächstes Treffen

    16. September 2010, 15:30-17:30 Uhr, Treffpunkt Obstwiese Wiesenbachaue, Herten Scherlebeck

    weitere Termine