
Wenn im Februar / März die Tage länger werden und die Temperaturen regelmäßig
über 5–10 °C liegen, beginnt ein besonderes Naturschauspiel des Vorfrühlings.
Dann begeben sich besonders die harten Arten unter den ansonsten sonnenhungrigen Amphibien zu den angestammten Laichgewässern.
Hierzu gehören in unserer Gegend: Grasfrosch, Erdkröte, Teichmolch und Bergmolch.
Den Winter haben die Tiere in der sogenannten Winterstarre wie tot unter Steinen, Baumwurzeln oder einfach im Erdboden eingegraben überlebt. Während dieser Zeit erfolgte die Atmung ausschließlich durch die Haut. Deshalb musste die Haut auch immer schön feucht sein. Auch deswegen wandern diese Tiere im Schutze der Dunkelheit, weil sie sonst durch Sonneneinstrahlung leicht austrocknen könnten. Wenn dazu noch Nieselregen einsetzt, sind die meisten Tiere auf den Beinen. Man spricht dann von einer Massenwanderung.
Hartnäckig werden immer wieder die Tümpel aufgesucht, in denen die Tiere geschlüpft sind. Unterwegs werden die Weibchen von den männlichen Tieren bestiegen und umklammert – so wird gemeinsam (er oben sie unten) das Laichgewässer aufgesucht. Erst dort erfolgen im Gewässer die Besamung durch die Männchen und die Eiablage.
Während Grasfroschweibchen Laichballen mit bis zu 4000 Eier aus ihrem Körper drücken, legen Erdkröten ihre Eier in Schnüren und befestigen diese an Wasserpflanzen, Wurzeln und Zweigen, die ins Wasser ragen. Nach dem Laichakt wandern die Weibchen sofort wieder in den Bereich Wiese, Park oder Wald zurück (Sommerlebensraum).
Die Männchen verharren noch einige Tage und hoffen auf ein erneutes Abenteuer.
Anders die Molche: sie leben nun während der Fortpflanzungszeit bis zum Spätsommer im Wasser und nehmen erst danach ihre nächtliche Lebensweise an Land wieder auf.
Hier im Revier haben diese nützlichen Tiere jedoch kaum eine Chance, diese Gewässer unbeschadet zu erreichen. Zu viele Straßen zerschneiden die Lebensräume der Amphibien. Teilweise werden diese von täglich bis zu 30 000 Fahrzeuge befahren.Dort würden weder Frosch noch Kröte lebend die Laichgewässer auf der anderen Straßenseite erreichen. Hier ist der ehrenamtliche Naturschutz gefordert, Amphibienzäune aufzustellen und so ein Auslöschen der Population zu verhindern.
Außerdem werden die Tiere dabei registriert, um Aufschlüsse über die Größe der Vorkommen zu erhalten. Die Notwendigkeit, helfend in die Abläufe der Natur einzugreifen, ergibt sich durch
Die Rettungsmaßnahmen für Amphibien muss täglich über einen Zeitraum von ca. vier Wochen konsequent durchgeführt werden. Hierfür sind Helfer stets sehr willkommen. Sie mögen sich bitte bei den örtlichen Naturschutzvereinen melden – beispielsweise übers Internet unter - www.nabu-recklinghausen.de- ,dann weiterklicken zu den Ortsvereinen.
Dieses Jahr werden Schutzzäune aufgestellt in:
Abendliche Führungen, insbesondere für Kindergärten, Schulen und Vereine, werden angeboten. Wir bitten zur Terminabsprache Kontakt mit uns aufzunehmen.
Der NABU-Herten trifft sich regelmäßig am zweiten Dienstag im Monat.
Herbert Beste
0 23 66-93 47 60
14. September 2010, 19:30 Uhr, Restaurant Katzenbuch, Pferdestall
Fledermausnacht, 28. August. Infos unter Tel.: 02366/934760
Die NAJU-Herten trifft sich regelmäßig am dritten Donnerstag im Monat.
Beate Hölzemann
02366/936774
16. September 2010, 15:30-17:30 Uhr, Treffpunkt Obstwiese Wiesenbachaue, Herten Scherlebeck