
In vielen Geschichten, besonders in Fabeln, werden menschliche Eigenschaften auf Tiere übertragen. Besonders schlecht kommen dabei unsere Nahrungskonkurrenten wie Adler, Wolf und auch der Bär weg.
Dieses schlechte Bild führte in Mitteleuropa zum Ausrottungsfeldzug gegen diese fleischfressenden Tiere: Wolf, Bär und Adler wurden rücksichtslos – teilweise bis zur Ausrottung– verfolgt. Auch heute noch werden von vielen Naturnutzern – wie z. B. Fischern, Tierzüchtern und Jägern – diese sogenannten „Schädlinge“, da Nahrungskonkurrenten, sehr kritisch gesehen.
In diesen Fabeln kommt auch der Fuchs vor und wird dort als schlau, gerissen und hinterhältig geschildert.
„Unser größter Beutegreifer einschließlich seiner auffällig langen Rute bis zu 110 cm lang ist ein besonders schönes Tier – ein Juwel! Vor allem im Winterfell sieht er gut aus: rotbraun, weißer Latz und dazu dieses außergewöhnliche Schlaumeier-Gesicht.“ so weit das Zitat von Rien Poortvliet.
Reinecke ist vorsichtig und argwöhnisch; er belauert umsichtig sichernd seine mögliche Beute. In früheren Zeiten ist er in Geflügelställen eingedrungen und hat dort leichte Beute gemacht. Daher das Kinderlied, Fuchs du hast die Gans gestohlen gib sie wieder her ,sonst wird dich der Jäger holen mit dem Schießgewehr.
Der Fuchs ist ein Allesfresser: Eier, Frösche, Würmer, Obst, Pflanzen und Früchte stehen auf seinem Speiseplan, auch schwache und kranke Wildtiere erlöst er schnell von ihrem Leiden.
In früheren Zeiten Der Fuchs ist aus unserer Sicht aber auch recht nützlich, denn mehr als die Hälfte seiner Nahrung besteht aus Mäusen.
Wie Rabenvögel und Möwen vertilgt er auch Abfälle, die er besonders in menschlichen Siedlungen findet-sogar in Küchen und Imbissbuden wurde er schon beobachtet. Verstecke, um den Tag zu verbringen, nutz das lernfähige Tier; hier ein Holzstapel oder Röhren, dort eine Treppe oder Gebüsch.
Von Natur ist Reinecke kein typisches Nachttier. Weil er aber seit Menschengedenken mit Pulver und Blei sowie Gas und Fallen gejagt wurde, wich der Schlaumeier auf die Nachtaktivität aus.
Im Januar allerdings ist er liebestoll, dann sucht der Rüde die Fähe, so dass man sie auch häufig am Tage zu Gesicht bekommen kann. 7 bis 8 Wochen nach der Paarung kommen meist 4-6 Junge zur Welt. Ab Spätherbst gehen diese dann ihre eigenen Wege.
Der Rotfuchs (Vulpes vulpes) kommt in ganz Europa vor, außer in Island, sowie in großen Teilen Asiens, Nord-Afrikas und Nord-Amerikas.
Der Fuchs gilt als jagdbares Wild und darf europaweit bejagt werden. In NRW liegt die jährliche Jagdstrecke im Mittel der letzten Jahre bei rund 50 000 Tieren und in der Bundesrepublik bei annäherungsweisen 600 000 Stück.
Erhöhte Nahrungsverfügbarkeit hat die Bestände des Fuchses deutlich ansteigen lassen. Der Frühjahrsbestand ist in NRW bei 250 000 Tieren anzunehmen.
Übrigens im Kreis Recklinghausen sind seit 20 Jahren keine Tollwutfälle bekannt.
Pareys: Säugetiere
Rien Poortvliet – „Und jeder Fuchs hat seinen Bau“
NABU Positionspapier zur Landes-Jagdverordnung NRW
LÖBF 2006 ( jetzt LANUV)
Der NABU-Herten trifft sich regelmäßig am zweiten Dienstag im Monat.
Herbert Beste
0 23 66-93 47 60
14. September 2010, 19:30 Uhr, Restaurant Katzenbuch, Pferdestall
Fledermausnacht, 28. August. Infos unter Tel.: 02366/934760
Die NAJU-Herten trifft sich regelmäßig am dritten Donnerstag im Monat.
Beate Hölzemann
02366/936774
16. September 2010, 15:30-17:30 Uhr, Treffpunkt Obstwiese Wiesenbachaue, Herten Scherlebeck